Kirchenmaus Karin Rieger forderte die Besucher in der bis auf den letzten Platz gefüllten Thomaskirche zum Lobgesang auf. Und alle stimmten auf gut schwäbisch ein „Kommat Ihr Narra und lobet den Baum – freuet Euch seiner er noadelt ja kaum“.
Einer der Höhepunkte beim gelungenen Saisonauftakt der Narren aus der Weststadt. Aber der Reihe nach.
Nach einem kleinen Warm Up im Gemeindehaus St. Ulrich marschierten die großen und kleinen Narren gemeinsam zur Kirche. Vorneweg der Fanfarenzug der Narrenzunft Bärenfanger aus Unterkochen gefolgt von den Gruppen der Sauerbachnarren der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach und der Narrenzunft Bärenfanger. Am Schluss des kleinen Umzugs die Maskengruppe Sauerbach Pfitza mit ihrem grün-blauen Brauchtumshäs. Pastoralreferent Wolfgang Fimpel und der Präsident der SauerbachnarrenTobias Hegele begrüßten die närrisch verkleideten Gäste aus nah und fern. Die Narrenmesse stand dieses Jahr unter dem Motto „Planen und Bauen“. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Renovierungsarbeiten der St. Bonifatiuskirche in Hofherrnweiler befragte Heike Brucker die Vertreter der anwesenden Vereine über ihre Aktivitäten vor der Faschingssaison und fasste anschließend zusammen: Ohne das große ehrenamtliche Engagement der Faschingsvereine und der Kirchengemeinde wären weder Faschingsball, Narrenumzug, Gardetanz, Narrenmesse, närrisches Häs und auch die Renovierung der St. Bonifatiuskirche nicht möglich. In Ihrer Paraderolle als Kirchenmaus trug Karin Rieger die Narrenpredigt vor. Mit viel Humor erzählte sie in Reimform ihre Beobachtungen in der Kirche und offenbarte mit Charme auch die ein oder andere verschwiegene Ecke. Die anschließenden Fürbitten wurden von Mitgliedern der Fasnachtsvereine vorgetragen. Unter der Leitung von Sabine Bolsinger nutzte der Fanfarenzug der Narrenzunft Bärenfanger aus Unterkochen die hervorragende Akustik in der Thomaskirche und zog mit Fanfaren und Trommeln alle Register. Schwungvoll wie immer dirigierte Conny Hirsch in Vertretung von Stefanie Augenstein den Chor der Kirchengemeinde A-CHOR-DE. Begleitet von Susanne Ring-Wengert am E-Piano sorgte der Chor mit seinen Liedern „Memories“ und „Sweet Caroline“ für einen fließenden Übergang von der Weihnachts- zur Fasnachtszeit. Großen Applaus gab`s zum Abschluss für den Gospelsong „Oh Happy Day“ mit Solist Jürgen Ernst - „The Voice of Nesslau“. Den Ablauf der Messe und die Texte für Anspiel und Fürbitten hatten gemeinsam Heike Brucker, Eva Gschwinder und Wolfgang Fimpel vorbereitet. Nach dem Gottesdienst kehrte die Narrenschar zurück ins Gemeindehaus zum närrischen Vesper. Auf dem Programm standen hier Auftritte von der Kindergarde der Sauerbachnarren sowie der Teddygarde, den Roten Flitzern und Tanzmariechen Marie von der Narrenzunft Bärenfanger. Der Festausschuss des Kirchengemeinderates sorgte mit Leberkäs- und Heringswecken für das leibliche Wohl. Zum Ausklang forderte DJ Andi mit seinem Faschings-Hitmix die Narren noch zum tanzen und schunkeln auf.
Fazit: Eine fröhliche, harmonische Narrenmesse und erneut ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt der Faschingsvereine und das Miteinander in Unterrombach-Hofherrnweiler.